Die mangelnde Bereitschaft des Alkoholabhängigen zur Behandlung stellt am Anfang der Behandlungskette eine der größten Schwierigkeiten dar.
Es fällt ihm oft schwer, sich und anderen seine Abhängigkeit einzugestehen und dann Hilfe anzunehmen. Auch glaubt er oft, es selbst 'schaffen' zu können.
Häufig kommt es nur unter äußerem Druck zur Therapie, weil z. B. der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis kündigen will oder die Ehefrau mit Scheidung droht.
Unter Umständen sieht er durch Gespräche und Informationen oder durch den Kontakt mit anderen Alkoholkranken allmählich selbst die Notwendigkeit einer Therapie ein.
Ihn dabei zu unterstützen und ihm zu helfen ist das wichtigste Behandlungsziel in der Kontaktphase.
Meistens wendet sich der hilfesuchende Patient an einen Arzt oder an eine Beratungsstelle. Dabei muss die Situation des Menschen, seine Einsicht
und Motivation geklärt werden. Die Einbeziehung eines Partners sollte selbstverständlich sein.
In dieser Phase sollten die sozialen Folgen des Alkoholismus abgeklärt und weitere Behandlungsmaßnahmen eingeleitet werden. Diese weiteren
Maßnahmen bestehen in der Regel in der Einleitung der Entgiftungs- und Entwöhnungsbehandlung, die ambulant oder stationär erfolgen kann. Diese bringt unter anderem mit sich:
Kontaktaufnahme zu Behandlungsstellen (z.B. Fachklinik), Klärung der Kostenübernahme und Vereinbarung mit dem Arbeitgeber, um den Arbeitsplatz zu sichern.
Die Kontaktphase umfasst:
- die diagnostische Abklärung
- die Abklärung der psychologischen und sozialen Situation
- die Abklärung der Behandlungsfähigkeit und Behandlungsbereitschaft
- erste Versuche, eine mindestens vorübergehende Abstinenz zu erreichen und
Entzugserscheinungen zu behandeln.
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